Die Produktionsfaktoren
erwerbswirtschaftliche Zielsetzung: Produktion um am Markt mögl. hohe
Gewinne zu erzielen
gesamtwirtschaftliche Zielsetzung: Befriedigung von Bedürfnissen, Kostendeckung
Die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren
Da die Produktionsfaktoren Arbeit und Boden bei jeder Produktion vorhanden
sein müssen, nennt
man sie die ursprünglichen Produktionsfaktoren.
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originäre Produktionsfaktoren |
Arbeit, Boden |
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Kapital |
Die betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren
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(Standortboden) |
Betriebsmittel |
Werkstoffe |
Arbeit |
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Gebäude |
Rohstoffe, Hilfsstoffe |
leitende |
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Fertige Erz. |
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ausführende |
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Maschinen |
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Werkzeuge |
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Produktionsablauf
Beschaffung
Lagerung (Einkauf, Personal, ReWe)
Produktion/ Fertigung (Druckbetriebe)
Absatz (Vertrieb, Anzeigen)
Verwaltung
Finanzierung
Material-, Produktions-, Absatz-, Personal-, Finanzwirtschaft und Verwaltung
Absatz- und Beschaffungsmärkte
Produktionsmittel (Werkst., Hilfsstoffe, Betriebsstoffe)
Arbeitsmarkt (Qualifikation, Eignung)
Finanzmärkte (Zinssätze)
Was entscheidet über den Erfolg meines Produktes?
- Qualität
- Stärke der Mitbewerber
- Preise
- Konditionen (Rabatte)
- Werbung
Der Produktionsfaktor Boden
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Anbau |
Abbau |
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Land- und Forstwirtschaft |
Bergbau |
freie |
gebundene |
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Fischzucht |
Tagebau |
Verlage |
AKW |
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Versicher. |
Bergwerke |
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(immer wieder nutzbar) |
(nicht regenerierbar) |
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Bestimmungsfaktoren für die Standortwahl:
· Bodenpreise
· Arbeitskräfte
· Transportwege
· Steuervergünstigungen
· Infrastruktur
· Rohstoffnähe
Der Produktionsfaktor Arbeit
Die Ermittlung der Erwerbs- und Arbeitslosenquote
Als arbeitslos gelten alle arbeitsfähigen und arbeitswilligen Personen
zwischen 16 und 65
Jahren, die beim Arbeitsamt als arbeitslos registriert sind.
Eq = Erwerbsfähige * 100
Wohnbevölkerung
Aq = reg. Arbeitslose * 100
abh. Erwerbspersonen
Wohnbevölkerung = 1. Wohnsitz in Deutschland/ keine Asylbewerber
Erwerbsfähige = Unternehmer, Freiberufler, Arbeiter, Angestellte, Azubis, Arbeitslose
abh. Erwerbspersonen = Angestellte, Arbeiter, Azubis, Arbeitslose
Die Aq beschönigt den Grad der Arbeitslosigkeit, weil
- sie keine Aussage über die Dauer der Arbeitslosigkeit macht,
- Kurz- und Teilzeitkräfte wie Vollzeitkräfte behandelt werden,
- sich nicht jeder Arbeitslose beim Arbeitsamt meldet
- sozialpolitische Maßnahmen (ABM-Stellen) die tatsächliche Zahl d. Arbeitslosigk. verdecken
Konjunkturelle Arbeitslosigkeit
In Zeiten der Hochkonjunktur produziert die Industrie aufgrund der starken
Nachfrage sehr
viele Güter.
Sinkt die Nachfrage nach Gütern wird weniger produziert Þ die Arbeitslosenquote
steigt.
Strukturelle Arbeitslosigkeit
· es gibt best. Regionen, die eine überdurchschnittliche Arbeitslosenquote
verzeichnen
· es gibt best. Personengruppen, die besonders von der Arbeitslosigkeit
betroffen sind
Saisonale Arbeitslosigkeit
Von der saisonalen Arbeitslosigkeit sind besonders die Beschäftigten der
Berufsgruppen betroffen,
die witterungsbedingt nicht über das ganze Jahr arbeiten können.
Kapital - der abgeleitete Produktionsfaktor
Unter Kapital im volkswirtschaftlichen Sinne versteht man nicht irgendeine
Form des Geldes,
sondern die Güter, die hergestellt werden, um mit diesen weitere Güter
zu produzieren
» produzierte Produktionsmittel
Die Entstehung des Kapitals
Die volkswirtschaftliche Kapitalbildung beginnt mit dem Konsumverzicht. Geld,
das nicht für
Konsumzwecke ausgegeben wird, wird der Volkswirtschaft durch Sparen zur Verfügung
gestellt,
um damit Güter herzustellen, die später bei der Herstellung neuer
Güter beteiligt sind.
Konsumverzicht » Geldkapital » Investition » Sachkapital
Freiwilliges Sparen
beruht auf der Entscheidung der Wirtschaftssubjekte, auf Konsum zu verzichten.
Hierbei stehen
den Sparern die verschiedensten Möglichkeiten zur Verfügung, das Geld
gewinnbringend anzulegen:
· Sparkonten
· Aktien
· Versicherungen
· Festverzinsliche Wertpapiere
Zwangssparen
ist eine Form des Sparens, gegen die sich das einzelne Wirtschaftssubjekt nicht wehren kann.
· Steuern
· Sozialversicherung
· Inflation
1. Geldkapital
2. Sachkapital
produktives Kapital (Herstellung von Gütern)
soziales Kapital (Sachkapital, daß der Staat der Allgemeinheit zur Verfügung stellt; z.B Autobahnen)
3. Humankapital (technische Fertigkeiten, Bildung)
Die Formen der Investitionen
Wird Geldkapital in Sachkapital umgewandelt, spricht man von Investitionen.
Durch die Investition
der Privatwirtschaft in neue Fabriken, Maschinen usw. wird eine größere
Güterproduktion ermöglicht
(höherer materieller Wohlstand). Staatliche Investition in Krankenhäuser,
Kindergärten, Schulen usw.
führt zu höherem sozialen Wohlstand » wachsender Lebensstandard.
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Bruttoinvestitionen
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Anlageinvestitionen
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Vorratsinvestitionen | |
| Ersatzinvestitionen | Erweiterungsinvestitionen | Nettoinvestitonen |
Die gesamten Investitionen einer Volkswirtschaft in einem gewissen Zeitraum
nennt man Bruttoinvestitionen.
Diese kann man in Anlage- und Vorratsinvestitionen unterscheiden.
Vorratsinvestitionen » Lagerbestände an Roh- und Hilfsstoffen, Halb-
und Fertigfabrikaten in Industrie
und Handel. Von Vorratsinvestitionen spricht man, wenn der Bestand vergrößert
wird.
Anlageinvestitionen » die Kapitalgüter, die für die Produktion
bereitstehen (Maschinen, Fabriken)
Ersatzinvestitionen » beschränken sich auf den Ersatz ausgeschiedener Produktionsmittel
Erweiterungsinvestitionen » Vergrößerung des Sachkapitals
Will man die tatsächliche Zunahme der Ausstattung einer Volkswirtschaft
zum Ausdruck bringen spricht
man von Nettoinvestitionen. Hierbei werden nur die Erweiterungs- und Vorratsinvestitionen
berücksichtigt.
Die Kombination der Produktionsfaktoren
Die Kombination der Produktionsfaktoren ist in Grenzen möglich (substitionales
Produktionsverhältnis
Arbeit- Kapital) Die kostengünstigste Faktorkombination eines bestimmten
Ertrages nennt man die
Minimalkostenkombination. Die Suche nach der Minimalkostenkombination ist Ausdruck
wirtschaftlichen
Handelns im Produktionsbereich.
Beim limitationalen Produktionsverhältnis ist die Kombination nur in einem
best. Einsatzverhältnis möglich.
1 Taxi = 1 Fahrer. Die Minimalkostenkombination ist hier technisch bestimmt.
Beispiel
Eine Einheit Kapital kostet 20 ,-
Eine Einheit Arbeit kostet 12,-
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Kombination |
Arbeit |
Kapital |
Produktionsergebnis |
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A |
8 |
2 |
400 |
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B |
4 |
4 |
400 |
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C |
2 |
8 |
400 |
Kombination Geldeinheiten
A 8*12,- + 2*20 = 136
B 4*12 + 4*20 = 128 Minimalkostenkombination
C 2*12 + 8*20 = 184
· Eine gleichmäßige Verteuerung aller Produktionsfaktoren
ändert die Minimalkostenkombination nicht.
· Die Verteuerung eines Produktionsfaktors führt zu einer anderen
Minimalkostenkombination. Auf diese
Weise wird die Erhöhung der Produktionskosten abgeschwächt.
Das Gesetz der Massenproduktion
Mit zunehmender Kapazitätsauslastung sinken die fixen Stückkosten,
weil sie die fixen Gesatmkosten auf
mehrere Stücke verteilen.